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Atzung und Labung
Liebwert Gäst an unsrer Tafel, auf´s beste werden wir Euch bewirten, so als seyet ihr allesamt von hohem Stande


Küche im Mittelalter
Essen im Mittelalter
U
m die Mitte des 13. Jahrhunderts beinhaltete das Essen bei den reichen Burgherren und wohlhabenden Bürgern oftmals 10 oder mehr Gänge, meist verschiedene Fleischsorten, dafür aber nur selten Obst und Gemüse. Bei den reichen Bürgern fiel das Essen dennoch " ärmlicher " aus als beim Adel, denn es fehlten sowohl das Wildbret, denn die Jagd war dem Adel vorbehalten, als auch an der raffinierten Zubereitung des Essens durch verschiedene Soßen beziehungsweise Beilagen wie zum Beispiel Überzüge aus einer Mischung von Eigelb, Safran und Mehl.
Bei den Bauern hingegen, die von den Reichen als " Kraut- und Rübenfresser " verspottet wurden, lebte man in ständiger Angst vor den immer wiederkehrenden Hungersnöten. Die Nahrungsmittel waren fast immer gleich: Brot, Hafer- u. Gerstenbrei und Hülsenfrüchte. Kartoffel, Tomaten und Mais waren noch nicht bekannt, diese kamen erst später aus der neuen Welt nach Europa. Schweinefleisch blieb auf wenige festliche Anlässe begrenzt. Brot wurde meist aus Roggenmehl, später auch aus Weizenmehl gemacht. Man pökelte oder räucherte Fleisch, säerte Kraut ein und dörrte Obst, um die Haltbarkeit zu verlängern. So versuchte man eine Versorgung mit Lebensmitteln zu erzielen wenn es eine Mißernte gab, doch auch diese Methoden konnten die Nahrung nicht lange genug genießbar halten. s
Süße Leckereien
Auch die Bevölkerung im Mittelalter liebte schon Süßspeisen. Kandiertes Obst, getrocknete Früchte und erlesenes Konfekt. Diese Dinge reichte man meist am Ende der verschiedenen damaligen Gänge.